Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Auch die Bundesregierung hat weiterführende Informationen zum Thema "Corona-Schutz-Impfung" zusammengestellt.

Zudem können Sie sich ab sofort mit Fragen zur Covid-19-Impfung an eine neu eingerichtete Hotline des Landes Niedersachsen wenden. Unter der Rufnummer (0800) 99 88 665 zwischen ist diese Hotline von Montag bis Sonnabend von 8 bis 20 Uhr besetzt.

 

Wo ist die Impfstation?

Die Impfstation des Landkreises Vechta befindet sich in der Rudolf-Diesel-Straße 13 in 49377 Vechta. (Kartenansicht unter "Anfahrt und Kontakt")

Wer wird durch die mobilen Impfteams geimpft?

Jeder Bürger ab 12 Jahren kann die Impfung erhalten. Die Impfung ist freiwillig.

Warum wird geimpft?

Mit der Impfung soll die Corona-Pandemie eingedämmt werden. Ziel ist außerdem ein Schutz der besonders gefährdeten Mitbürger (Risikogruppen) und Berufsgruppen.

 

Wann starten die mobilen Impfteams?

Nach Schließung des Impfzentrums richtet der Landkreis Vechta im Auftrag des Landes Niedersachsen mobile Impfteams ein.

Diese Teams sollen ab dem 01. Oktober 2021 als Ergänzung zu der Regelversorgung durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie durch Betriebsärzte für aufsuchende Impfungen zum Beispiel an Berufsschulen, Universitäten und aufsuchende Impfangebote in ausgewählten Wohn- und Lebensquartieren eingesetzt werden.

Was passiert, wenn die zweite Impfung nicht wie vorgesehen verabreicht werden kann, weil ich erkrankt bin?

Die Impfung ist nur wirksam, wenn beide Impftermine wahrgenommen werden. Die zweite Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech kann ab dem 21. Tag verabreicht werden. Eine spätere Zweitimpfung ist unproblematisch.

Welche Impfstoffe erhält das Impfzentrum des Landkreises Vechta?

Das Impfzentrum im Landkreis Vechta wird mit den Impfstoffen BioNTech/Pfizer und Johnson & Johnson beliefert. Den Impfstoff BioNTech können alle Personen ab 12 Jahren für eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung erhalten. Der Impfstoff Johnson & Johnson wird an Personen ab 18 Jahren einmalig verabreicht.

Wie oft wird geimpft?

Für die Grundimmunisierung gilt:

  • Die Zweitimpfung mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer erfolgt in der Regel drei bis sechs Wochen, jedoch frühestens 21 Tage nach der Erstimpfung.
  • Für den Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine einzige Impfung erforderlich.

Für die Auffrischimpfung gilt:

  • Diese erfolgt mit dem mRNA- Impfstoff von von BioNTech/Pfizer in der Regel frühestens sechs Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung.
  • Bei Personen mit schwerer Immunschwäche (z.B. nach Transplantation, Einnahme von Immunsuppressiva, AIDS- Erkrankung) kann die Grundimmunisierung bereits nach vier Wochen durch eine weitere mRNA- Impfung aufgefrischt werden.
Was muss ich alles zur Impfung mitbringen?

Alle impfwilligen Personen müssen einen Impfausweis oder eine Ersatzbescheinigung sowie die erforderlichen Unterlagen mitbringen. Diese finden Sie unter dem Menüpunkt „Impfunterlagen“.

Wie sicher ist ein neuer Covid-19-Impfstoff?

Wie sicher ist ein neuer Covid-19-Impfstoff?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zum Erfassen von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und Hersteller-unabhängig - vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

Auch bei einem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt z.B. 1 Fall auf > 10.000 Geimpfte) erst im Verlauf der Surveillance erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität.

Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer Covid-19-Impfung beobachtet?

Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an. Die STIKO (Ständige Impfkommission) hat zunächst nur die Evidenz für den BioNTech/Pfizer Impfstoff, bei dem die Zulassung in Deutschland unmittelbar bevorsteht, bewertet. Dabei wurde die Häufigkeit von Impfreaktionen und Nebenwirkungen, die innerhalb von bis zu 14 Wochen nach Verabreichung des Impfstoffs auftraten, bei Geimpften mit einer Placebogruppe verglichen.

Was lokale Reaktionen anbetrifft, so berichteten in der Altersgruppe 16-55 Jahre 83% der Geimpften und 14% der Teilnehmer der Placebo-Gruppe über Schmerzen an der Einstichstelle nach der ersten Dosis. 6% der Geimpften und 1% der Placebo-Gruppe dieser Altersgruppe berichteten über Rötung an der Einstichstelle, während 6% vs. 0% über Schwellung klagten. Insgesamt traten in der Altersgruppe der >55-Jährigen weniger Lokalreaktionen auf.

Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (fatigue; Impfung: 47%; Placebo: 33%), Kopfschmerzen (42% vs. 34%) sowie Muskelschmerzen (21% vs. 11%) die häufigsten Ereignisse nach der 1. Dosis in der Altersgruppe 16-55 Jahre. Nach der zweiten Impfstoffdosis traten systemische Reaktionen ähnlich häufig auf.

Insbesondere schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden, traten in der Impfstoff- und Placebogruppe gleich häufig auf. Vier schwere unerwünschte Ereignisse wurden als impfstoffbezogen klassifiziert (Schulterverletzung; axilläre Lymphadenopathie; paroxysmale ventrikuläre Arrhythmie; Parästhesie des rechten Beins). Weder in der Verum- noch in der Placebogruppe traten Todesfälle auf, die auf die Injektion des Impfstoffs oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.

Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)

HINWEIS: Das Paul-Ehrlich-Institut führt eine Befragung mit Hilfe der App "SafeVac 2.0" zur Verträglichkeit der Covid-19-Impfstoffe durch. Je mehr geimpfte Personen teilnehmen und Informationen übermitteln, desto besser lässt sich die Verträglichkeit der Impfstoffe beurteilen. Alle Informationen sowie den Download für die App finden Sie hier: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/201222-safevac-app-smartphone-befragung-vertraeglichkeit-covid-19-impfstoffe.html.

Was ist, wenn ich die Impfung nicht vertrage?

In den mobielen Impfteams sind Ärzte und medizinisch geschultes Personal anwesend, die für eine sofortige Betreuung zur Verfügung stehen.

Ist eine Impfung erforderlich, wenn ich bereits eine Corona-Infektion durchgemacht habe?

Die STIKO empfiehlt für Personen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, die Verabreichung einer Impfstoffdosis. Es gelten folgende Empfehlungen:

  1. Personen mit gesicherter symptomatischer SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt die STIKO eine Impfstoffdosis in der Regel 6 Monate nach der Infektion. In Anbetracht der zunehmend besseren Impfstoffverfügbarkeit und der Unbedenklichkeit einer Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis jedoch bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich.
  2. Bei Personen mit gesicherter asymptomatischer SARS-Cov-2-Infektion kann die empfohlene einmalige Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.
  3. Personen, die bereits einmal gegen COVID-19 geimpft wurden und bei denen nach dieser Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durch direkten Erregernachweis gesichert wurde, sollen die 2. Impfung in der Regel 6 Monate nach Ende der COVID-19-Symptome bzw. der Diagnose erhalten. Die Gabe einer Impfstoffdosis ist auch hier bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der Symptome möglich.

(Stand vom 15.07.2021)

Ist eine Impfung gefährlich, wenn ich bereits eine Corona-Infektion durchlaufen habe?

Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter SARSCoV-2-Infektion eine Gefährdung darstellt. Entsprechend besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Wer ist die STIKO?

Die STIKO ist die Ständige Impfkommission. Sie entwickelt Impf-Empfehlungen für die Impfung der gesamten Bevölkerung.

Wer nimmt die Impfungen vor?

Impfbefähigte Personen, wie z.B. Ärzte oder medizinisch geschultes Personal. Zudem arbeiten im Impfzentrum Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Kräfte aus dem Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie weiteres Personal.

Wer bezahlt die Impfung?

Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Impfung kostenlos.